Check-up bis März 2024 möglich
Für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren bietet das Präventionsprojekt OrthoKids einen kostenlosen Check-up an. Körperliche Fehlentwicklungen sollen so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Untersuchungsterminen wird der Screening-Zeitraum nun bis Ende März 2024 verlängert. Davon profitieren auch Schulen und Sportvereine, die Screenings für Gruppen bzw. Klassen anbieten wollen.
Langes Sitzen am Schreibtisch, zu wenig Bewegung insgesamt, aber auch intensives Training in bestimmten Sportarten können Gründe für orthopädische Fehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen sein. In jungen Jahren lassen sich Auffälligkeiten und Verformungen an Rücken, Beinen oder Hüften noch gut behandeln. Wenn das Wachstum abgeschlossen ist, sind Behandlungen oft nur eingeschränkt möglich.
Das Projekt OrthoKids soll die Vorsorge verbessern und die gesunde Entwicklung junger Menschen sicherstellen. Ziel ist, einen orthopädischen Check-up als reguläre Vorsorgeuntersuchung im Katalog der U- und J-Untersuchungen zu etablieren. Deshalb wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Annähernd 6.000 Kinder und Jugendliche haben sich bereits untersuchen lassen.
Screeningzeitraum bis Ende März 2024 verlängert
Ursprünglich sollte der Screening-Zeitraum bis Ende des Jahres angeboten werden. „Da die Nachfrage nach Untersuchungsterminen hoch ist, freuen wir uns, dass wir in Abstimmung mit dem Fördergeldgeber und unseren Konsortialpartnern den Screeningzeitraum um ein Quartal, bis Ende März 2024, verlängern können“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Karsten Braun. Der Facharzt für Orthopädie appelliert an alle Eltern mit Kindern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren: „Melden Sie Ihr Kind für einen Vorsorgetermin an, damit Ihr Kind sich gut entwickeln kann.“
Möglich ist die OrthoKids-Vorsorgeuntersuchung bei den rund 300 teilnehmenden Orthopädinnen und Orthopäden, deren Adressen auf der OrthoKids-Website (www.ortho-kids.de) abrufbar sind.
Interessierte Schulen und Sportvereine können sich an das OrthoKids-Team der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBW) wenden, das in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Stuttgart und niedergelassenen Orthopädinnen oder Orthopäden die Organisation eines Gruppenscreenings übernimmt. Für die teilnehmenden Schulen und Vereine entstehen keinerlei Kosten. Vor Ort wird das Screening mit den OrthoKids-Studienkoordinatorinnen sowie einer teilnehmenden OrthoKids-Orthopädin oder einem Orthopäden durchgeführt.
Bei diagnostizierten Auffälligkeiten werden entsprechende Behandlungsmaßnahmen im Rahmen der Regelversorgung eingeleitet.