KVBW-Vorstand begrüßt Absage der CDU/CSU-Entscheidungsträger an eine einheitliche Gebührenordnung

„Wichtig, dass die Entbudgetierung der Grundleistungen endlich angegangen wird“

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) begrüßt, dass sowohl SPD als auch CDU/CSU für die Koalitionsverhandlungen Spielraum für Veränderungen der Honorarsystematik eröffnet haben, um die Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten zu verbessern.

Honorarsystematik ursächlich für Terminmangel

„Wir freuen uns, dass sowohl die SPD in ihrem Leitantrag auf dem Bundesparteitag als auch aktuell die Spitze der CDU/CSU erkannt haben, dass die aktuelle Honorar­systematik für den Terminmangel ursächlich ist. Nur zu begrüßen sind die Äußerungen von CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder, der einer einheitlichen Honorierung für die Behandlung von Patienten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung eine Absage erteilt hat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Norbert Metke, am Mittwoch in Stuttgart.

Metke zeigte sich sehr zufrieden, dass die Entscheidungsträger in der CDU erkannt hätten, dass eine einheitliche Gebührenordnung in die Sackgasse führen würde und Volker Kauder als Abgeordneter aus Baden-Württemberg damit verhindere, dass insbesondere erneut Versichertengelder aus dem Land in andere Bundesländer abfließen würden.

Ärztliche Leistungen nicht länger beschränken

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Johannes Fechner, betonte: „Die Politik hat erkannt, dass der Schlüssel zu einer Verbesserung der Versorgung darin liege, die Beschränkungen ärztlicher Leistungen abzubauen, die sie selbst eingeführt hat. Dazu gehört vor allem die Budgetierung der Leistungen, die eine entscheidende Ursache darstellt, dass es bei Haus- und Fachärzten Terminmangel gibt. Gerade die Grundleistungen müssen ohne Begrenzung vergütet werden, um die Grundversorgung zu stärken. Dies muss die Fachgruppen betreffen, die Grundversorgung leisten, also die Haus- und die Fachärzte sowie die Psychotherapeuten.“